Öffentlichkeitsarbeit

Den Bereich Öffentlichkeitsarbeit betreut bei der Kulturstiftung Tomáš Randýsek. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Betreuung der Öffentlichkeitsarbeit der Kulturstiftung selbst auch die Entwicklung von Formaten, um die Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtungen der eigenständigen Kulturarbeit der Vertriebenen untereinander und mit anderen wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen, auch grenzüberschreitend, besser zu vernetzen. Ebenfalls zählt zu seiner Aufgabe den Informationsfluss zu befördern und nachhaltige Synergieeffekte anzustoßen. Gleiches gilt für eine bessere Abstimmung der Publikationsorgane. Ebenfalls leistet Herr Randýsek u.a. Assistenz beim Einsatz neuer Medien und einer nachhaltigen Öffentlichkeitsarbeit anbieten.

Kontakt:
Tomáš Randýsek
Tel: 030 / 863355-10
E-Mail: tomas.randysek@kulturstiftung.org

©Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

 

Die zentralen Medien geben den Vereinen, Verbänden und Interessengemeinschaften der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler die Möglichkeit, ihre Belange aus ihrer Sicht zu präsentieren. Sie decken das gesamte journalistische Spektrum von Politik über Wirtschaft bis zur Kultur ab und berichten zudem über die Tätigkeiten der vielen oft ehrenamtlich geführten Vereine, die so eine breitere Öffentlichkeit erreichen können.

 

Zentrale Publikationsorgane der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler:

Sudetendeutsche Zeitung

Schlesischen Nachrichten

Schlesien Heute

Siebenbürgische Zeitung

Der Westpreuße

Volk auf dem Weg

Deutscher Ostdienst

Deutsche Umschau

Das Ostpreußenblatt – Pommersche Zeitung (Preußische Allgemeine)

 

Heimatzeitschriften (Heimatbriefe, Heimatblätter)

Heimatbriefe oder Heimatzeitungen sind neben dem Heimatbuch die zweite wichtige Publikationsform der Vertriebenen, die sich auf die engere Herkunftsregion bezieht, womit sie sich deutlich von den landsmannschaftlichen Periodika sowie der allgemeinen Vertriebenenpresse unterscheidet. Sie erzielen auch unter erschwerten wirtschaftlichen und publizistischen Bedingungen noch immer eine erfreuliche Bindekraft.

Heimatblätter sind ein zentrales Medium der Identitätsbildung bzw. der gruppeninternen Kommunikation und Erinnerung an die deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa.

Mit dem Zurücktreten der Erlebnisgeneration unterliegen die „Heimatblätter“ gegenwärtig  institutionell, personell und inhaltlich einem grundlegenden Wandel. Vergangene Ausgaben von „Heimatzeitungen“ werden insgesamt vermehrt von in- und ausländischen Forschern und Interessierten für Studien zur Kultur und Geschichte der Vertriebenen sowie des östlichen Europas verwendet. Heimatblätter dienen, auch aus volkskundlicher Perspektive, vor allem der Ermittlung des Selbstbildes der Vertriebenen, aber auch der Erforschung der Alltagskultur, wie also das Leben in der jeweiligen Region vor der Vertreibung war.

Aus historiografischer Perspektive liefern sie wichtige Hinweise auf die Orts- und Regionalgeschichte, wenngleich diese vornehmlich aus der Erinnerung geschöpften Daten mit anderen Quellen abgeglichen werden müssen. Aus geschichtswissenschaftlicher Sicht ist zu betonen, dass man außerordentlich viele Sachverhalte findet, die man anderen Quellen so schnell nicht entnehmen kann und man Anregungen für weitere wissenschaftliche Forschungsprojekte erhält.

Der Bewahrung des Archivguts kommt in wissenschaftlicher Hinsicht eine sehr große Bedeutung zu. Die Martin-Opitz-Bibliothek in Herne leistet in diesem Zusammenhang einen herausragenden Beitrag. Zahlreiche Ausgaben von Heimatzeitschriften und Zeitungen der Heimatvertriebenen sind teils vollständig in den Beständen. Zudem befinden sich dort unzählige weitere Archivalien, die das reiche deutsche kulturelle Erbe im Osten Europas vermitteln. Ebenfalls sei auf das von der BKM geförderte Projekt des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa in Freiburg, „Online-Handbuch Heimatpresse“, bei dem die Martin-Opitz-Bibliothek Kooperationspartner ist. Das im Internet frei abrufbare Online-Handbuch, das noch nicht abgeschlossen ist, bietet Basisinformationen für eine quellenkritische Herangehensweise und ermöglicht weiterführende Recherchen.