Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs auf JUWOST-Tagung

Vom 16. bis 18. Juni fand die diesjährige Tagung der JUWOST („Junge Wissenschaft“ West-Ost) in Berlin statt. Der „Wissenschaftsworkshop“ wurde von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen organisiert, um junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler noch enger zu vernetzen und ihre Forschung zum deutschen Kulturerbe im östlichen Europa zu fördern. Den Teilnehmenden wurde eine Plattform geboten, um ihre Forschungsvorhaben und bisherigen Erkenntnisse vorzustellen und sich mit renommierten Experten auszutauschen.

JUWOST Mitglieder präsentieren ihre Forschungsvorhaben

Die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen setzt sich dafür ein, die grenzüberschreitende universitäre und außeruniversitäre Forschung zum deutschen Kulturerbe im östlichen Europa zu fördern. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf dem wissenschaftlichen Nachwuchs aus Deutschland sowie den Ländern Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas. Die Stiftung möchte jungen Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen und fördert daher aktiv ihre Teilnahme an Veranstaltungen wie dem JUWOST- Wissenschaftsworkshop.

Zentrales wissenschaftliches Thema war „Der Nordosten (Ost- und Westpreußen und das Baltikum) vom Mittelalter bis in die Gegenwart“. Die Vorträge der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deckten ein breites Spektrum an Themen ab, von der mittelalterlichen Herrschafts- und Rechtspraxis in der Stadt Valmiera/Wolmar in Livland bis hin zur Revitalisierung des Königsberger Wurstfestes in Kaliningrad. Auch Fragen zur Ostforschung im Deutschen Reich der 1920er und 1930er Jahre sowie zur ostpreußischen Erinnerungskultur in der Bundesrepublik der 1950er und 1960er Jahre wurden diskutiert.

Höhepunkte waren unter anderem die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung des Bezirksamtes Lichtenberg zum Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 sowie der Austausch mit Prof. Dr. Manfred Kittel, einem Experten auf dem Gebiet des deutschen Kulturerbes im östlichen Europa.

Bei der Gedenkveranstaltung des Bezirksamtes Lichtenberg

Die Veranstaltung wurde zudem live über den YouTube-Kanal der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen übertragen, um einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, an den Vorträgen und Diskussionen teilzuhaben. Die Aufzeichnungen der wiss. Fachvorträgen sind weiterhin unter folgendem Link abrufbar: https://bit.ly/kulturstiftungvideo.

Die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen setzt ihre Bemühungen fort, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende zu ermutigen und zu unterstützen, sich mit dem deutschen Kulturerbe im östlichen Europa auseinanderzusetzen. Die Etablierung des internationalen und interdisziplinären Netzwerks „Junge Wissenschaft Ost-West“ (JUWOST) soll weitere Möglichkeiten für den fachlichen Austausch und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses schaffen.

Teilnehmer im Gespräch mit Prof. Dr. Manfred Kittel

 

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auch hier als PDF-Datei: Pressemitteilung JUWOST Tagung Berlin