Er zählt zu den markantesten Gestalten der evangelischen Kirche in den Sudetenländern. Zunächst war er Pfarrer in Trautenau und Gablonz. 1919 wurde er in die vorläufige Kirchenleitung gewählt. In Turn wurde er im Jahr darauf Kirchenpräsident auf Lebzeit. 25 Jahre stand er an der Spitze der evangelischen Kirche in Böhmen, Mähren und Schlesien. Er setzte sich für die Ökumene ein und war Vorstandsmitglied des Gustav-Adolf-Vereins. Die evangelisch-theologische Fakultät der Wiener Universität verlieh ihm den Ehrendoktortitel. Nach sechsmonatiger Haft wurde er 1946 nach Sachsen ausgewiesen. 1952 begann er von Feuchtwangen aus, seine Landsleute in der Gemeinschaft evangelischer Sudetendeutscher zu sammeln, die ihn zu ihrem Ehrenvorsitzenden ernannte. Auf seine Initiative hin kamen die Sudetendeutschen Kirchentage 1959 und 1960 in Kassel zustande. Er wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 1956 veröffentlichte er den Bericht „Mein Leben und Wirken“. Die Mathesius-Gesellschaft, die er mitbegründete, ehrte ihn anläßlich seines 90. Geburtstages durch die Herausgabe einer Festschrift „Heimat und Kirche“, Heidelberg 1963.
(1972)