Er war der letzte Generalsuperintendent von Livland und Vizepräsident des Livländischen Konsistoriums.
Geboren als Sohn eines aus Holstein eingewanderten Landwirts, besuchte er das Gymnasium zu Birkenruh bei Wenden, studierte in Dorpat (und in Leipzig) Theologie und bereiste anschließend Deutschland, Italien, die Schweiz, Belgien, Holland und Dänemark. Er wurde im Jahre 1873 zu Riga zum Pastor ordiniert und war nach längerer Wirksamkeit in ländlichen Gemeinden von 1882–1885 Oberpastor an der St. Johanneskirche und von 1885–1906 Oberpastor am Dom zu Riga, zugleich von 1885–1890 letzter Superintendent von Riga; als solcher leitete er am 27. November 1889 den Gottesdienst in der Petrikirche nach der Schlußsitzung des Rigaer Rates. Am 13. Februar 1890 wurde er seines Amtes entsetzt; anschließend war er von 1893–1906 erster Stadt-Probst von Riga und während der gleichen Zeit Assessor des Livländischen Konsistoriums. Am 17. September 1906 wurde er als letzter Generalsuperintendent von Livland introduziert. Während des Ersten Weltkrieges lebte er zwangsweise 1916–1917 in Saratow, 1917–1918 in Dorpat, worauf er in sein Amt nach Riga zurückkehrte. Im Februar 1919, während der Zeit der Bolschewikenherrschaft, wurde er seiner Ämter enthoben; er starb nur wenig später und wurde in Riga begraben.
Zahlreiche seiner Predigten, Reden, Ansprachen und Nachrufe sind im Druck erschienen.