Workshop, 25. - 26.08.2022

Workshop: Heimatsammlungen und Museen – kommunale Kooperation und Integration

Foto: Vitrinen mit Ausstellungsgegenständen im Haus Schlesien
Ausstellungsräume im Haus Schlesien

Als Präsenzveranstaltung in Bonn geplant, abhängig vom Pandemiegeschehen.

weitere Details folgen zeitnah

ZUM WORKSHOPTHEMA

Fehlender Nachwuchs, hohes Alter der Verantwortlichen und ein damit einhergehender Verlust an Kraft und Energie – die Situation der meisten Heimatstuben ähnelt sich. Aufgrund einer Überalterung können Aktivitäten wie Heimatstubentreffen, Pflege der Sammlungsbestände und Beteiligung an kommunalen Veranstaltungen nicht mehr aufrechterhalten werden. Ein interessierter Nachwuchs steht für ein langfristiges Engagement häufig nicht in Aussicht. Parallel dazu steigen die Kosten für Miete, Heizung und Instandhaltung der Räume, während gleichzeitig die Sammlung an Qualität und Attraktivität verliert.

Mit einem Workshop zu Perspektiven von Heimatsammlungen in der Kooperation mit kommunalen und regionalen Kultureinrichtungen wird den Betreiberinnen und Betreibern ein möglicher Weg zum langfristigen Erhalt der Sammlung und Dokumentation vor Ort aufgezeigt. Durch den Transfer einer Heimatstube in eine kommunale Einrichtung wie ein Stadtmuseum oder ein Stadtarchiv kann gewährleistet werden, dass die Erinnerung an Flucht, Vertreibung, Ankunft und Integration bewahrt wird und das Schicksal der Vertriebenen nicht in Vergessenheit gerät sondern stattdessen vor Ort in der Ankunftsgemeinde langfristig dokumentiert wird. Wie können Gespräche initiiert werden, die die Aufnahme in das kommunale, institutionalisierte Gedächtnis zum Ziel haben? Wie lassen sich an bestehende, vielleicht in Vergessenheit geratene Kontakte anknüpfen und mit welchen Argumenten lässt sich das nicht selbstverständliche Interesse bei den kommunalen Ansprechpartnern wecken?

Das Seminar wird von der Leiterin der Beratungsstelle, Birgit Aldenhoff, in Zusammenarbeit mit der ehemaligen Direktorin des Stadtmuseums von Einbeck (Niedersachsen), Frau Dr. Elke Heege, durchgeführt. Am Beispiel der Patschkauer Heimatsammlung, die in das Einbecker Stadtmuseum integriert wurde und einen Platz in der Dauerausstellung des Museums gefunden hat, soll der Transferprozess beschrieben und auf Heimatstuben übertragen werden, die nach einer ähnlichen Lösung wie die Patschkauer und ihre Patenstadt Einbeck streben.

Das Seminar wird als teilnehmerbeschränkte Präsenzveranstaltung in den Räumlichkeiten der Bonner Geschäftsstelle der Kulturstiftung geplant. Ein Besuch des Hauses der Geschichte und der bis zum 25. September 2022 laufenden Ausstellung „HEIMAT – eine Suche“ ist vorgesehen.

ABLAUF

Donnerstag, 25. August 2022

14.00 Uhr – Begrüßung

Thomas Konhäuser, Geschäftsführer der Kulturstiftung

14.10 Uhr – Einführung und Hintergrundbericht

Birgit Aldenhoff, Referentin für Kunstgeschichte und Heimatsammlungen der Kulturstiftung

14.30 Uhr – Die Eingliederung der Patschkauer Heimatsammlung in das Stadtmuseum von Einbeck

Dr. Elke Heege, Direktorin a.D. des Einbecker Stadtmuseums

15.45 Uhr – Die Übergabe der Bunzlauer Heimatsammlung an das Haus Schlesien in Königswinter

Peter Börner, Vorstand Bunzlauer Heimatgruppe

16.45 Uhr – Frage- und Diskussionsrunde

17.30 Uhr – Zusammenfassung des ersten Tages und gemeinsames Abendessen

 

Freitag, 26. August 2022

10.00 Uhr – Vorstellung des Projektes der Virtualisierung von Heimatsammlungen

Dr. Ernst Gierlich und Team der Kulturstiftung

10.45 Uhr – Frage- und Diskussionsrunde

11.15 Uhr – Abfahrt zum Haus der Geschichte

12.00 Uhr – gemeinsamer Besuch der Ausstellung „Heimat – eine Suche“ im Haus der Geschichte, Bonn

Museumspädagogischer Dienst, Führung

13.15 Uhr – Abschlussdiskussion

13.30 Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen im Museumscafé